Solarpark – Allgemeines

Stadtwerke Dreieich und die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) bauen und betreiben Hessens größte Photovoltaikanlage.


Großes Interesse an Bürgerbeteiligungen.
Angedacht war die intelligente Nutzung der Deponie Buchschlag schon lange.
Nun, vor dem Hintergrund der laufenden Energiewende, steht das Projekt kurz vor seiner Realisierung. Läuft alles nach Plan, wird auf der seit 1992 stillgelegten Deponie ab 2012 eine riesige Photovoltaik-Anlage Strom erzeugen.
Den Weg hat das Land Hessen frei gemacht, vertreten durch den Landesbetrieb Hessen-Forst, die diese riesige Freifläche für den Bau und Nutzung einer Photovotaik-Anlage verpachten wollte. Im Rahmen eines Bieterverfahrens legten die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) und die Stadtwerke Dreieich ein Angebot vor. Auf der Basis ihrer Einzelangebote einigten sich FES und Stadtwerke zur Vorlage eines gemeinsamen Angebots.
Das Land Hessen gab der Bietergemeinschaft den Zuschlag für die Anpachtung der Flächen und für den Bau und den Betrieb einer Photovoltaik-Anlage, vorbehaltlich der Abstimmung und des Abschlusses eines Gestattungsvertrages, für die Laufzeit von mindestens 20 Jahren. Ideal ist die Zusammenarbeit der Unternehmen. Zehn Jahre lang hat die FES die Nachsorge- und Rekultivierungsmaßnahmen auf der Deponie verrichtet, und die Stadtwerke sind der örtliche Energieversorger, mit allen erforderlichen Stromeinrichtungen und –verteilernetzen sowie mit großem stromtechnischen Know-How. Betreiber der Photovoltaikanlage wird die neu gegründete Rhein-Main-Solarpark GmbH sein. Ihre Gesellschafter sind die FES und die Stadtwerke Dreieich.

Modernes Anlagenkonzept
Wenn alle rechtlichen und verfahrenstechnischen Verträge unter Dach und Fach sind, wird eine der modernsten und größten Solaranlagen in Hessen gebaut. Auf der Deponie soll auf der ausgeschriebenen Plateaufläche sowie auf dem besonders geeigneten Südhang eine Photovoltaik-Anlage mit einer Gesamtfläche von 68.210 m² entstehen. Die Anlage wird dann eine Spitzenleistung von 8.100 kWp (Kilowatt-peak) erreichen. Sie soll bis zum 31.12. 2011 fertig gestellt sein und in Betrieb gehen. Mit einer jährlichen Stromproduktion von 7,69 Mio kWh (Kilowattstunden) können die Solarzellen circa 2.000 Haushalte mit erneuerbarem Strom versorgen.
Aufgrund der günstigen Beschaffenheit der Deponie können die vorhandenen Flächen fast vollständig genutzt werden. Alle Solarmodule sind auf einer standardisierten Unterkonstruktion befestigt und einzeln aufgeständert. Dadurch erreichen die Erbauer, dass ausreichend Luft und Licht die Grasnarbe unter den Modulen erreichen. Zwischen den 128 Modul-Reihen mit je 40 m Länge, sorgt ein Abstand von vier Metern dafür, dass sich die Module nicht gegenseitig verschatten. So kann die Sonneneinstrahlung optimal genutzt werden
Ob die maximale Ausbauvariante von 8.100 kWp im ersten Schritt realisiert wird, hängt noch von der Genehmigung und der Netzverträglichkeit ab. Zurzeit beträgt die Einspeise-Möglichkeit der Stadtwerke Dreieich ca. 6 MW (Megawatt). Aktuell prüfen die Stadtwerke die maximale Einspeisekapazität und die Abnahmemöglichkeiten, da eine zusätzlich Mittelspannungs-Leitung um Dreieich zu verlegen wäre. Darüber hinaus überlegen die Fachleute die technischen Voraussetzungen einer Zwischenspeicherung von erzeugtem Strom in Batterien, so dass überschüssig erzeugte Energien, nachts in das Stromnetz eingespeist werden könnte.

Bürgerbeteiligungen
Mit einem Gesamtvolumen von 15 Mio Euro ist die Photovoltaik-Anlage ein ehrgeiziges Projekt. Nach gemeinsamen Verständnis von FES und Stadtwerke streben beide Partner eine Bürgerbeteiligung an diesem Projekt an. Bürgerinnen und Bürger aus Frankfurt, Dreieich und den umliegenden Kommunen sollen die Möglichkeit erhalten, sich an der Photovoltaik-Anlage zu beteiligen.
Dabei können sich die Bürger bis zu einem Viertel an der Investitionssumme von 15 Mio Euro beteiligen. Jeder Beteiligungs-Zeichner bekommt klar definierte Module zugewiesen.  
Er haftet nicht für Schäden, die entstehen können, sondern die Gemeinschaft der Anteilseigner haftet nach dem Solidarprinzip.
Angeboten werden diese Beteiligungen in Anteilen von je 1 kW. mit einem Preis von ca. 2.000 Euro pro Anteil. Selbstverständlich können auch mehrere 1 kW-Anteile pro Person erworben werden. Zu berücksichtigen ist, dass Käufer von Anteilen ab 2.000 Euro juristisch als Unternehmer gelten und dadurch den Vorsteuerabzug in Anspruch nehmen können. Nach aktuellen Berechnungen, erzielt ein Anteil von 2.000 Euro einen jährlichen Ertrag von 200 Euro. Davon zieht der Betreiber ca. 60 Euro für anfallende Aufwendungen ab, so dass ca. 140 Euro netto erwirtschaftet werden.

Weitere Informationen:
Interessierte erhalten weitere Information zur Photovoltaik-Anlage bei den folgenden Kontaktadressen:

Stadtwerke Dreieich GmbH
info@stadtwerke-dreieich.de
www.stadtwerke-dreieich.de
Telefon: +49 6103 602-0

Bürgerenergiegenossenschaft Dreieich
info@buerger-energiegenossenschaft.de
www.buerger-energiegenossenschaft.de
(geplant sind regelmäßige Sprechtage vor Ort)
Telefon: +49 6103 953170

Verein Sonneninitiative e.V.           
info@sonneninitiative.de
www.sonneninitiative.org
Telefon: +49 6420 8399-02

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