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„Bei einer Probebohrung untersuchen wir die geologische Zusammensetzung des Untergrunds und bohren so tief, bis wir auf das Grundwasser stoßen. Hier war das nach etwa 50 Metern der Fall – also ähnlich wie bei anderen Brunnen, die wir in dem Gebiet betreiben“, erklärt Christoph Pfaff, Abteilungsleiter Gas und Wasser. Die Sondierungsbohrung ist mittlerweile abgeschlossen, nun geht es an die Auswertung der Ergebnisse. Denn erst wenn sich eindeutig zeigt, dass das Grundwasservorkommen am gewählten Standort ergiebig, die Qualität des Rohwassers hoch und das Erdreich ausreichend durchlässig ist, folgt die nächste Stufe der Planung und die offizielle Ausschreibung für den Brunnenbau.
Die Stadtwerke Dreieich sind zuversichtlich, dass die tatsächlichen Bauarbeiten dann noch Ende 2026 oder spätestens im ersten Quartal 2027 starten. „Schon im Vorfeld erfordert der Bau eines neuen Brunnens jede Menge Planungsarbeit und es ergeben sich immer wieder neue bürokratische Herausforderungen. Andererseits handelt es sich dabei aber auch um ein typisches Beispiel für die kontinuierliche Erneuerung bestehender Infrastruktur, und das wiederum gehört zu unseren täglichen Aufgaben“, so Christoph Pfaff. Der neue Brunnen ist somit eigentlich nur ein weiteres Projekt innerhalb der langfristigen Strategie, die Trinkwasserversorgung für Dreieich auch in Zukunft sicherzustellen.
Klar ist, die Stadtwerke Dreieich investieren nicht nur in einen neuen Brunnen, sondern natürlich auch regelmäßig in die Erneuerung und Modernisierung des gesamten Wassernetzes. Erst 2025 ersetzten sie in Sprendlingen in der Frankfurter Straße rund 800 Meter metallische Rohrleitungen durch moderne, lang haltbare Polyethylen-Leitungen. „Das war ein echtes Meilenstein-Projekt und wir sind sehr froh, dass wir diese umfangreichen Arbeiten mitten in der Stadt im geplanten Zeitrahmen erfolgreich abschließen konnten“, erinnert sich Christoph Pfaff.
Auch in Zukunft werden die Stadtwerke in Dreieich sukzessiv immer wieder Sanierungen am Wassernetz in allen Stadtteilen durchführen. Dabei setzen sie wie gewohnt auf langfristige, vorausschauende Planung sowie enge Abstimmungen mit der Stadt. Und haben auch hier immer die Sicherheit der Trinkwasserversorgung im Blick – denn jede dieser Maßnahmen ist eine Investition in die Zukunft.
Damit das Wasser frisch und klar aus dem Wasserhahn kommt, gilt es nicht nur, die Wasserqualität engmaschig zu kontrollieren. Auch für den Betrieb der Infrastruktur gelten jede Menge Wartungspflichten, denen die Stadtwerke natürlich tagtäglich nachkommen. „Dazu gehört beispielsweise auch die regelmäßige Überprüfung aller Hydranten in Dreieich. Denn auch der Grundschutz der Löschwasserversorgung gehört zu unseren Aufgaben. Hierzu stehen wir in einem guten und engen Austausch mit der Feuerwehr, aber der Großteil der Bevölkerung bekommt von solchen Aufgaben quasi nichts mit“, erklärt der Abteilungsleiter.
Die Trinkwasserqualität in Dreieich ist hervorragend – doch das liegt nicht nur an der ohnehin schon sehr guten Qualität des Dreieicher Grundwassers, sondern ist auch Ergebnis eines komplexen Kontrollsystems. Denn die Stadtwerke führen nicht nur die gesetzlich vorgeschriebenen Analysen durch, sondern setzen auch auf ein hohes Maß an Eigenkontrollen. Im Wasserwerk Dreieich-Breitensee bereiten die Stadtwerke das aus den Tiefbrunnen geförderte Rohwasser auf. Die pH- und Trübungswerte des Wassers haben die Mitarbeiter hier dank einer permanenten Live-Messung jederzeit im Blick, damit sie sofort reagieren können, falls etwas nicht stimmt. Einmal pro Monat findet zudem eine umfangreiche Laboranalyse statt, bei der das Wasser mit allen Grenzwerten der Trinkwassergrundverordnung abgeglichen wird. „Darüber hinaus nehmen wir regelmäßig Proben aus dem gesamten Stadtgebiet, um zu überprüfen, ob irgendwo chemische oder mikrobiologische Auffälligkeiten bestehen. Die Qualität unseres Wasser ist uns sehr wichtig, deshalb gehen wir bei der Kontrolle weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus“, so Christoph Pfaff. Und er betont, dass auch hinsichtlich der sogenannten Ewigkeitschemikalien (PFAS) in Dreieich kein Grund zur Sorge besteht. „Alle Messwerte liegen sehr deutlich unter den Grenzwerten, selbst nach den jüngst verschärften Vorschriften.“
Die Qualität unseres Wasser ist uns sehr wichtig, deshalb gehen wir bei der Kontrolle weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus."
Wasser ist ein kostbares Gut und die Trinkwasserversorgung eine komplexe Aufgabe. Gerade in Zeiten des Klimawandels und bei oft länger anhaltenden Trockenphasen ist neben regelmäßigen Investitionen und vorausschauender Planung auch ein nachhaltiger Umgang mit Trinkwasser wichtig, um die Qualität und Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten. Um alle Dreieicher dabei zu unterstützen, haben die Stadtwerke Dreieich im Jahr 2023 die Trinkwasserampel eingeführt. Sie dient insbesondere im Sommer während Trockenphasen als Leitsystem für einen sparsamen Umgang mit Trinkwasser. „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und setzen uns aktiv dafür ein, die Dreieicher Bürgerinnen und Bürgern auch in Zukunft zuverlässig mit erstklassigem Trinkwasser zu versorgen. Das gehört für uns ganz selbstverständlich zur Daseinsvorsorge“, erklärt Christoph Pfaff.
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Weitere Informationen zum Status der Trinkwasserampel.
Sie möchten selbst oder mit einer Schulklasse mal einen Blick hinter die Kulissen eines Wasserkraftwerks werfen? Dann schicken Sie eine E-Mail an: marketing@stadtwerke-dreieich.de