Dreieich. Auch wenn in diesem Jahr aufgrund der Pandemie die persönliche Zustellung der Jahresverbrauchsabrechnungen ausfallen musste, so ließen sich die Stadtwerke Dreieich davon keineswegs von ihrer alljährlichen Spendentradition abhalten.

Bisher stellten Geschäftsführer Steffen Arta und seine Abteilungsleiter einen Großteil der Briefe ihren Kunden jedes Jahr zugunsten eines sozialen Projekts höchstpersönlich zu. Das dadurch eingesparte Briefporto kam einem karitativen Zweck zugute, in der Regel für Vereine oder Initiativen aus Dreieich. Coronabedingt mussten die Jahresrechnungen jedoch in diesem Jahr per Post zugestellt werden. Der Wille Gutes zu tun, sollte davon aber nicht beeinflusst werden. Also entschied man kurzerhand, einen Spendenbetrag in Höhe von 500 Euro auszuschreiben. Die Bewerbungen ließen nicht lange auf sich warten – und schon bald fiel die Losentscheidung auf die Kinder- und Jugendfarm „Dreieichhörnchen“ aus Dreieich.

Eine Spende, doppelter Vorteil!

Die Einrichtung „Dreieichhörnchen“ ist eine Mischung aus Kinderbauernhof und Abenteuerspielplatz auf 10 000 qm naturbelassenem Gelände am Reuterpfad in Dreieich. Vom „Erlebnis Lagerfeuer“ über das Backen im Lehmofen bis hin zum Miteinander mit Tieren, wie Kaninchen, Hühner, Schafe und Ponys, verbringen die Kinder den größten Teil ihrer Zeit in der Natur. Auch Bienenvölker zählen zu den „Bewohnern“ der Farm – und genau dafür wird die Spende der Stadtwerke Dreieich eingesetzt: Geplant ist die Anschaffung einer sogenannten Klotzbeute, eine künstliche Bienenbehausung aus einem ausgehöhlten Baumstamm mit Dach und künstlichem Guckloch. Der Begriff Klotzbeute setzt sich zusammen aus Holzklotz und Honigbeute, die die Bienen hierin produzieren und selbst behalten. Damit verfolgen die Dreieichhörnchen eine naturnahe und uneigennützige Form der Bienenhaltung. Davon haben nicht nur die Bienen und wir Menschen etwas – auch die Kinder gewinnen durch das Guckloch einen Einblick in das Leben der Bienen.

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