Dreieich. Im Rahmen der Magistrats-Pressekonferenz am heutigen Dienstag im Festzelt der Burgfestspiele Dreieich präsentierten die Stadtwerke Dreieich ihren Geschäftsbericht 2018. Eine besondere Aufmerksamkeit kam aufgrund des Extremsommers vom Vorjahr dem Wasserverbrauch zu.

Versorgungssicherheit zu keinem Zeitpunkt gefährdet

Der Jahrhundertsommer 2018 forderte bundesweit eine überdurchschnittlich hohe Wasserfördermenge. Einige Wasserversorger mussten sogar den Wassernotstand ausrufen. Alleine in Dreieich war ein Anstieg von 236.000 m³ auf 3.089.000 m³ zu verzeichnen (Vorjahr: 2.853.000 m³). „Dennoch war die Versorgungssicherheit bei uns zu keinem Zeitpunkt gefährdet“, betonte Steffen Arta, Geschäftsführer der Stadtwerke Dreieich. Dies sei unter anderem der einwandfreien Funktionalität der acht eigenen Brunnen zu verdanken, wovon einer im Berichtsjahr komplett erneuert wurde. Die Wassergewinnung aus dem tiefen Grundwasserleiter bleibe von kurzzeitig ausbleibendem Niederschlag weitgehend unberührt. Derzeit versorgen die Stadtwerke Dreieich die Stadtteile Sprendlingen, Buchschlag und einen Teil Dreieichenhains mit rund 2,3 Millionen Kubikmetern Trinkwasser aus den Brunnen – das entspricht ca. 65 Prozent des gesamten Trinkwasserbedarfs aller fünf Dreieicher Stadtteile. Das verbleibende Kontingent wird vom Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach hinzugekauft. „Auch in 2019 ist mit einer Wasserknappheit nicht zu rechnen“, ergänzt Steffen Arta. „Das entbindet uns dennoch nicht von einem verantwortungsbewussten Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser.“

„Umwelt-Navi auf Nachhaltigkeit programmiert“

Unabhängig vom übergeordneten Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wirtschaft in Dreieich eine dauerhafte Versorgungssicherheit und damit mehr Lebensqualität zu bieten, widmeten sich die Stadtwerke im abgelaufenen Geschäftsjahr auch dem Thema Mobilität. „Viele Autofahrer in Dreieich haben ihr ‚Umwelt-Navi‘ bereits auf Nachhaltigkeit, also auf alternative Treibstoffe, programmiert. Diese neue ‚Bewegung‘ unterstützen wir mit passenden Services und Produkten“, erläuterte Steffen Arta. Damit spielt der Geschäftsführer auf die beiden neuen Stromladesäulen für Pkws und die E-Ladestation für E-Bikes im Stadtgebiet Dreieich an. Mit dem Verkaufsstart der sogenannten Wallbox in diesem Jahr ergänzen die Stadtwerke ihr Portfolio im Segment E-Mobilität. Auch die anhaltende Nachfrage nach Fotovoltaikanlagen, die seit 2018 auch mit Speicher erhältlich sind, bestätigt den Kurs auf Nachhaltigkeit in Dreieich. „Wir unterstützen den Wunsch unserer Kunden nach mehr Unabhängigkeit von der allgemeinen Strompreisentwicklung“, so Arta. „Gleichzeitig ist und bleibt eine lückenlose Versorgung mit Strom, Erdgas, Wasser und Wärme unser höchstes Ziel. Gerade einmal 18,8 Ausfallminuten im Stromnetz und insgesamt 3,8 Mio. Euro Investitionen in den Erhalt, den Ausbau und die Modernisierung der gesamten Infrastruktur sprechen für sich. Es gelingt uns, die Energiewende vor Ort weiter voranzutreiben und dabei die Balance zwischen Klimaschutz und Rentabilität zu wahren.“ Trotz des anhaltenden Wettbewerbsdrucks und der restriktiven Regulierung blieben die Umsatzerlöse mit 47,7 Mio. Euro nahezu konstant (Vorjahr 47,9 Mio. Euro), die Stromabgabe wies mit 178.037 MWh einen Rückgang zum Vorjahr (180.117 MWh) auf, ebenso die Gasnachfrage mit 449.501 MWh (Vorjahr: 453.429 MWh). Das Wärmecontracting-Modell Thermopur verzeichnete mit 7.359 MWh einen Anstieg der Wärmeabgabe um 1.205 MWh im
Vergleich zum Vorjahr. Die Rhein-Main-Solarpark GmbH, die als gemeinsames Unternehmen der Stadtwerke Dreieich und FES Frankfurt den Solarpark auf der Deponie in Buchschlag betreibt, speiste mit 9.157 MWh eine Rekordmenge ein. Die Erlöse betrugen 2.165 T€ (+6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr), der Jahresüberschuss 246 T€ (+30,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Diese und andere Leistungen brachten den Stadtwerken Dreieich im regionalen Wettbewerb zum dritten Mal in Folge den Titel „TOP-Lokalversorger“ ein.

Förderung in der Region

Ob Breiten- und Spitzensport, Kindergärten, Schulen, Senioren, Obdachlose oder der Deutsche Kinderschutzbund – das Engagement der Stadtwerke Dreieich ist breit ausgelegt. Die 12. Verleihung des VINCENT Förderpreises für die besten MINT-Abiturienten sowie die Unterstützung des Dreieich-Museums sind nur zwei Beispiele von vielen. Thematisch passend: Das Museum präsentiert bis zum 13. Oktober 2019 die Sommerausstellung „Hessen unter Strom“, die die Geschichte der Elektrizitätswirtschaft in Hessen seit den 1880er-Jahren bis zu den heutigen Diskussionen um den Einsatz alternativer Energien nachzeichnet.

Rekordbesucherzahl im Parkschwimmbad

Zur Holding gehören neben den Stadtwerken Dreieich auch die Schwimmbäder und Verkehrsbetriebe. Highlight der Zahlen 2018: Über 93.000 Besucher vergnügten sich im Freibad, das wie gewohnt mit Veranstaltungen, wie „Dreieich schwimmt“, Poolparty und 12-Stunden- Schwimmen begeisterte. Auch die Verkehrsbetriebe überzeugten im vergangenen Jahr durch kundenorientierte Zusatzservices, wie einem Faschingsbus, der Karnevalsfans nach den Veranstaltungen sicher nach Hause bringt.

Der Geschäftsbericht 2018 steht als Download bereit unter www.stadtwerke-dreieich.de