Trinkwasserinformationen

Trinkwasser in DreieichFörderung und Aufbereitung

 

Förderung

Für das Wasserwerk am Schlesienweg stammt das gewonnene Rohwasser aus acht Brunnen, die sich im Waldgebiet nordöstlich des Wasserwerkes zwischen Sprendlingen und Neu-Isenburg befinden. Zum Teil korrespondieren diese Brunnen mit denen der Stadtwerke Neu-Isenburg. Zwei der acht Brunnen wurden 1952 bzw. 1956 angelegt, während die restlichen sechs Brunnen Anfang bis Mitte der 60er Jahre gebohrt wurden; mit Bohrtiefen von 50 bis 90m. Ihre Fördermenge liegt zwischen 70 und 160m³ pro Stunde. Aus diesem Brunnen können die Stadtwerke - entsprechend der genehmigten Entnahmehöhe - bis zu 2,04 Mio. m³ Rohwasser pro Jahr für das Wasserwerk entnehmen. Auch für die nächsten Jahrzehnte ist die Wasserversorgung durch diese Brunnen sichergestellt.

Es ist hinlänglich bekannt, dass Dreieich über Trinkwasser bester Qualität verfügt. Generell ist das geförderte Wasser etwas "sauer", d.h. es ist auf Grund der überschüssigen Kohlensäure leicht aggressiv. Gesetzlich fordert die Trinkwasserverordnung (TVO) einen pH-Wert in den Grenzen von 6,5 - 9,5 wobei das Dreieicher Rohwasser im Durchschnitt zwischen 6,5 und 6,8 liegt. Außerdem ist das Wasser sauerstoffarm und eisenhaltig. Dafür sind die Nitratgehalte gering, denn sie liegen um Faktor fünf unterhalb des Grenzwertes. Mit Härtebereich zwei ist das Wasser als mittelhart zu bezeichnen, wobei die Karbonhärte sehr gering ist. Karbonhärte ist beispielsweise verantwortlich für die auftretenden Verkalkungen und Ablagerungen in den Hausinstallationen.
 

Aufbereitung des Rohwassers

Auf Grund der vorhandenen Gegebenheiten wird das Rohwasser im Wasserwerk in den folgenden Schritten aufbereitet:

  • Biologisch/katalytische Enteisenung und Filtration
  • Entsäuerung / CO2 - Stripping
  • O2 - Anreicherung
  • pH - Einstellung

 

Das bedeutet im Einzelnen:
Verfahrenstechnisch wird das im Brunnen-Rohwasser vorhandene gelöste Eisen in Mehrschichtfiltern durch einen biokatalytischen Prozess abgeschieden.

In den nachgeschalteten, zweistufigen WABAG-Profilbahnrieslern erfolgt nun die Entsäuerung, d.h. die überschüssige Kohlensäure wird aus dem Wasser entfernt. Damit wird auch die Sauerstoffkonzentration angehoben, was eine Geschmacksverbesserung des Trinkwassers bewirkt. Das so aufbereitete Wasser fließt in zwei Reinwasserbehälter, wird bevorratet und durch Netzpumpen über das Versorgungsnetz in den Hochbehälter "Auf der Hub" abgegeben.

 

Hier finden Sie die aktuelle Trinkwasseranalyse »

 

 

Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel (PBSM)



Gemäß einem Erlass des Hessischen Ministeriums für Umwelt und Reaktorsicherheit und des Hessischen Sozialministeriums vom 29.05.1989 soll das Wasser im Kreis Offenbach vordringlich auf folgende Wirkstoffe untersucht werden.



 

Atrazin, Isoproturon, Bentazon, Mecoprop (MCPP), Chlortoluron, Metribuzin.
Eine vollständige Untersuchung auf die z.Zt. zugelassenen bzw. verwendeten ca. 250 Wirkstoffe in ca. 950 PBSM ist momentan weder möglich noch sinnvoll. Um frühzeitig auf eventuell positive Befunde reagieren zu können, werden jedoch vom ZWO weit mehr als die empfohlene Wirkstoffe regelmäßig in Wasseruntersuchungen beauftragt, wie untenstehende Liste zeigt:

 

Alpha-HCH
Ametryn
Atrazin
Bentazon
Beta-HCH
Bromacil
Carbonfuran
Chloridazon
Chlortoluron
2,4-D
2,4-DB
Dimethoat
Delta-HCH
Desenthyatrazin

Desethylterbuthylazin
Desisopropylatrazin
Dichlorprop
Diuron
Ethylparathion
Gamma-HCH(Lindan)
Hexazinon
Isoproturon
MCPA
Mecoprop (MCPP)
Monuron
Metamitron
Metalaxyl

Metazachlor

Methabenzthiazuron
Methoprotryn
Methylparathion
Metobromuron
Metolachlor
Metribuzin
Pendimethalin
Phenmedipham
Propazin
Sebuthylazin
Simazin
Terbutryn
Terbuthylazin
2,4,5-T

PBSM-Grenzwert nach TVO Anlage 2: Einzelsubstanz: 0.1 µg/l
Summe: 0.5
Zulässiger Fehler: 0.05 µg/l

Der Grenzwert der Einzelsubstanz: 0,1 µg/l
Summe: 0,5 µg/l
Zulässiger Fehler: 0.05 µg/l

Der Grenzwert der Einzelsubstanzen wurde nicht überschritten. Der Summengrenzwert wurde nicht überschritten.
* Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe

 
 
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